Komm, bau ein Haus, das uns beschützt

Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde weiht Kita-Erweitungsbau ein

Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen und Arbeiten einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer. Antoine de Saint Exupéry

Um die Erfüllung einer Sehnsucht ging es im Festgottesdienst am 26. Januar in der Lankwitzer Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde und Grund zum Feiern gab es wirklich: Die Erweiterung der bisherigen Teilzeitkita von 20 auf 45 Plätze mit regulären Betreuungszeiten markiert das Ende eines großen Bauprojektes im Gemeindezentrum. Vor vielen Jahren mit ersten Überlegungen begonnen, war der große Wunsch, die Gemeinde neben der bereits bestehenden Kindertagesstätte für junge Familien noch attraktiver zu gestalten. Die Resonanz der Eltern mit zahlreichen Anmeldungen noch vor Baubeginn zeigt, dass der Plan aufging.

Während der Eröffnungsfeier wurden außerdem die neuen Namen der beiden Kindertagesstätten bekanntgegeben, die bisher geheim gehalten wurden: „Evangelische Kita Erste Freunde“ heißt die neue Kita im Gemeindezentrum und „Evangelische Kita An der Birke“ die bestehende in der Dessauer Straße. Ein Gespräch mit Sonja Hammer-Klonowski, Gemeindekirchenratsvorsitzende.

Liebe Frau Hammer-Klonowski, warum ist eine evangelische Gemeinde Trägerin von zwei Kitas?

Zu unserem Selbstverständnis gehört, dass wir als Gemeinde ein Ort für alle Generationen sind. Dass hier Kinder und ihre Familien willkommenen sind. Schon Jesus sagte: "Lasset die Kinder zu mir kommen." Daher sind wir aus Überzeugung Trägerin von zwei Kitas. Mit der Eröffnung neuer Kitaräume schaffen wir mehr Spielraum. In diesem Wort steckt schon ein Teil des Konzeptes: Wir wollen den Kindern Raum zum Spielen geben und den Mitarbeitenden die Möglichkeit, sie dabei gut zu begleiten.

Die Nachfrage nach Kita-Plätzen ist in Berlin aber insgesamt rückläufig.

Eine Senatsförderung kommt nur für Standorte infrage, für die eine Erhöhung der Betreuungsplätze als sinnvoll errechnet wurde. Darüber hinaus zeigen uns die aktuellen Anmeldezahlen, dass Eltern ein hohes Interesse an unserer Kita haben. Und das schon vor der Eröffnung.

Wann haben Sie mit der Planung der Kita-Erweiterung begonnen?

2016 wurde unsere langjährige Eltern-Kind-Gruppe in eine Teilzeitkita umgewandelt. 2020 haben wir dann angefangen zu überlegen, wie wir Elternwünschen noch besser entsprechen können. Ungefähr ein Jahr vor der Förderzusage des Senates im Herbst 2023 waren aus den ersten Überlegungen konkrete Ideen und Pläne geworden. Nach der Zusage konnten wir uns endlich an die Umsetzung machen. Dank unseres Architekten, Helmut von Bohr, betrug die Bauphase nur ein Jahr und wir blieben im geplanten Zeitbudget.

Das ist beachtlich. Sind Sie auch im Kostenbudget geblieben?

Ja, das sind wir. Das Gesamtbudget beträgt etwas über eine Million Euro. Davon hat der Senat 450.000 Euro übernommen und die cds Wohnbau 400.000 Euro. Für die Kita-Küche gab es eine Förderung vom Kirchenkreis und neben gemeindeeigenen Mitteln auch Zahlungen aus dem landeskirchlichen Strukturanpassungsfonds für Kitas.

Mit diesem Geld sind neue Räume auf einer Fläche von 187,97 qm entstanden, dazu kommen die Bestandsräume mit 147,4 qm. Außerdem haben wir einen großzügigen Garten mit neuangelegtem Spielplatz, Schaukeln, Sandkasten und Wasserspielplatz.

Was waren die Hürden? Es gab ja wohl einige auf dem Weg.

Den Mut für so ein großes Projekt aufzubringen, war - im Rückblick betrachtet - die größte Hürde. Für etwas über eine Million baut man nicht alle Tage. Und wir wollten diesen Schritt mit breitem Rückhalt aus der Gemeinde als Trägerin der Kita gehen. Alle anderen Hürden haben wir nach der Entscheidung für die Kita-Erweiterung gut ertragen können, auch wenn sie Überlegungen und flexibles Handeln nötig machten. Zum Beispiel gab der Senat unserem ersten Antrag nicht statt und die Hauptbaufirma ging in Konkurs, als es losgehen sollte: Nach dem Bodenaushub kam plötzlich nicht der versprochene Kran und die Zuständigen reagierten nicht mehr auf Anrufe.

Welche Rolle hat die cds Wohnbau?

Neben dem Senat ist cds Wohnbau unser größter Geldgeber, weil wir beide von der Kita-Erweiterung profitieren: Das Unternehmen baut Wohnungen in unserer Nähe und musste dem Senat nachweisen, dass es Kitaplätze schafft. Auf diese Weise erhielten wir die Senatsförderung und cds Wohnbau eine Baugenehmigung.

Welche Arbeitsteilung hatten Sie und Pfarrerin Türk?

Um ein so großes Projekt zum Erfolg zu führen, braucht es ein gutes Team. Vieles haben wir im Gemeindekirchenrat sehr konstruktiv diskutiert, bis wir  Lösungen fanden. Viola Türk und ich haben als Zweierteam viele weitere Gespräche geführt und uns mit Mitarbeitenden, Eltern, Experten beraten. Als haupt- und ehrenamtliche Geschäftsführerinnen haben wir gemeinsam die Realisierung dieses Projektes betrieben. Mit Beginn der Bauphase waren wir fast täglich mit unserem Architekten, Herrn von Bohr, im Gespräch. Und wir waren viel auf der Baustelle, Viola Türk auch häufig schon um 6.30 Uhr, und es war eine große Freude für uns, den Bau wachsen zu sehen.

Die Personalgewinnung war sicher nicht einfach?

Wir freuen uns sehr über ein tolles Team. Wir konnten neue Mitarbeitende gewinnen und mit Viola Winkler eine neue Leitung. Dass wir Menschen von uns überzeugen konnten, von denen wir den Eindruck hatten, dass sie besonders gut zu uns passen, freut uns sehr. Vielleicht liegt das auch an den hohen Qualitätsstandards. Genauso froh sind wir über die Mitarbeitenden im Team, die schon viele Jahre bei uns arbeiten. Uns ist ein wertschätzender Umgang wichtig. Wir möchten gute Bedingungen für sie schaffen, dazu gehören Lärmschutzdecken in allen Räumen und das frisch vor Ort zubereitete Essen. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit uns als Träger, aber in Freiheit und mit Gestaltungsspielraum für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Was unterscheidet eine evangelische Kita von anderen Kitas?

Christliche Werte sind uns wichtig: Nächstenliebe, Teilen, aufeinander Acht geben. Bewahrung der Schöpfung. Teilhabe aller. Zu unserem christlichen Menschenbild gehört, dass wir die Individualität jedes Menschen, eines jedes Kindes achten. Wir sind selbstverständlich Inklusions- und Integrationskita und haben dafür das entsprechend qualifizierte Personal sowie einen barrierefreien Zugang.

Natürlich sind hier alle Kinder willkommen, nicht nur evangelische oder christlich getaufte. Wir laden ein zur Begegnung mit dem christlichen Glauben und feiern zum Beispiel Ostern und Weihnachten. Einmal in der Woche kommt die Pfarrerin in die Kita und erzählt biblische Geschichten.

Evangelische Kita Erste Freunde

Sondershauser Straße 50, 12249 Berlin

Telefon 030 70 72 14 75
E-Mail

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 7.30–16.30 Uhr

Viola Winkler

Leitung

Viola Winkler

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